„Cinderella hat ihre Tanzschuhe vergessen.“ textete ich für den Tanzschuhladen in der Zossener Straße. Es gefiel der Besitzerin, aber sie wollte trotzdem nicht auf unseren Flyer.

Was hatte ich mit dem Tanzschuhladen in der Zossener zu tun?

2012 bis 2013 hatte ich eine Maßnahme des Jobcenters in der Köpenicker Straße in Kreuzberg. Wir sollten einen Flyer über Läden machen, die ein sehr stark spezialisiertes Sortiment in ihrem Angebot führten, und über jeden von ihnen einen kurzen Text schreiben.

Das klingt jetzt alles nicht so spannend, aber mit der Zeit entwickelten wir Ehrgeiz.

Die Frage war auch: Wie groß ist eigentlich die Begeisterung der Ladeninhaber?

Das war ganz verschieden. Einige freuten sich über die kostenlose Werbung, aber viele sagten auch erst zu und unterschrieben dann später doch nicht die Einverständniserklärung.

Wir teilten den Stadtbezirk in „Claims“ auf, von denen jeder von uns einige zugeteilt bekam. Hatte jemand bei sich etwas Passendes gefunden, wurde ein anderer vorbei geschickt und beschaute sich die Lokalität genauer.

Die Friedrichshainer unter uns zeigten wenig Verlangen, Kreuzberg kennenzulernen und den Kreuzbergern erging es genauso mit Friedrichshain. Aber die Chefin wollte von uns, dass wir die jeweils andere Seite der Spree, die die Oberbaumbrücke miteinander verband, erkunden.

So liefen wir, bzw. ich fuhr meist mit dem Fahrrad, bei Wind und Wetter durch die Straßen, immer mit dem Stadtplan in der Hand, was mir aber viel mehr Spaß machte, als vor dem Computer zu sitzen.

Weil ich mich in Kreuzberg nicht auskannte, verlief ich mich ständig und entdeckte dabei durch Zufall noch einige Nischengeschäfte, an denen die Anderen achtlos vorbeigelaufen waren.

So sollte ich eines Tages „Radio Art“ in der Zossener Straße besuchen, ein Geschäft, das alte Röhrenradios reparierte und verkaufte.

Ich landete aber in der Baruther Straße und fand dort in einem Kellerladen neben der Schule das älteste Comicgeschäft von Berlin.

Die Verkäuferin wusste selbst nicht, wie alt der Laden schon war. Sie erzählte mir, dass es ihn während ihrer Schulzeit auch schon gegeben hatte. „Und die ist schon 25 Jahre her.“ Ihr Chef stieß sich an der Bezeichnung „Kellerladen“, als ich ihm eine Woche später meinen kurzen Text für den Flyer zeigte. „Wir sagen hier Souterrain.“ Er wollte die Einwilligung als Fax schicken, überlegte es sich aber anders.

Winter 2012/2013. Monatelang hatten wir Dauerglatteis.

Einmal irrte ich auf der vereisten Fidicinstraße rum, für mich das Ende der Welt, suchte eine Hausnummer und entdeckte stattdessen ein englisches Theater. Außerdem fand ich noch einen kleinen Imbiss, an dessen Schaufenster ein Zettel mit einem Nachruf auf den ehemaligen Besitzer hing, der wohl sehr beliebt gewesen war. Ein Kollege aus unserer Gruppe hatte ihn auch gekannt.

Es stellte sich heraus, dass sich die gesuchte Hausnummer hinter einer abschüssigen Hofeinfahrt in einer ehemaligen Brauerei befand. Dort sollte ich nach einem Geschäft suchen, wo man privat seinen Wein einlagern kann, was ja für jeden Berliner überlebenswichtig ist, besonders wenn er Hartz 4 bezieht…

Ich fand auch tatsächlich eine riesige Weinhandlung, die größte, die ich jemals gesehen habe, und in dem Gebäude auf der gegenüberliegenden Seite, im ersten Obergeschoß, stieß ich auch noch zufällig auf einen Laden, der Klaviere verkaufte.

Ich erkundete einen versteckt gelegenen Smoking-Verleih auf einem Hinterhof in der Großbeerenstraße. Der junge Mann dort erzählte mir, dass sich hier sogar schon Klaus Wowereit einen Frack ausgeliehen hatte. Unserem Flyer aber stand er misstrauisch gegenüber.

Auf einem Gewerbehof in der Oranienstraße stieg ich eine eiserne Wendeltreppe hoch, die hinter einer unscheinbaren Tür verborgen lag. Hier hatte sich ein Geschäft für Tapeten, Lampenschirme und Raumteiler aus Reispapier angesiedelt. „Alles direkt aus Japan importiert.“ Der Reispapiertyp schaute mich skeptisch an.

Durch einen Seiteneingang neben Kaiser´s am Kotti gelangt man zu einer Treppe, die zu „Schneiders Laden“ führt. Hier haben die Nerds rund um Andreas Schneider ihr Quartier aufgeschlagen und bieten analoge Synthesizer an. Jemand von uns, der in der Technoszene unterwegs ist, kennt Herrn Schneider und geht dort vorbei.

Unser Flyer ist ihnen wohl nicht cool genug, oder vielleicht war ihm auch peinlich, sie zu fragen. 

Einige von uns hatten Probleme damit, zu sagen, dass sie vom Jobcenter kommen. Ich ging da immer offen mit um.

In der Danneckerstraßen, nahe der Stralauer Allee, fand ich den sogenannten „Intershop“, einen unscheinbaren Laden, der Ostprodukte anbot, und von dem ich schon in der „zitty“ gelesen hatte. Nach dem Bericht in der Zeitung hatte ich mir den Laden viel größer vorgestellt.

Katzenzungen, ATA-Päckchen, Hallorenkugeln, Mitropa-Geschirr. Ließ das mein Herz höher schlagen im Jahre 2012, dreiundzwanzig Jahre nach der Wende? Eher nicht, konstatierte ich. Es kamen nicht nur gute Erinnerungen auf, besonders wenn ich an den Fraß in der Mitropa dachte.

Auf der Speisekarte des Restaurants im „Ostel“, Wriezener Karree, nahe dem Ostbahnhof, standen Würzfleisch, Soljanka, Steak Letscho und Strammer Max, das, was es in jeder HO-Gaststätte in Ostberlin früher zu essen gab. Der Leiter des „Ostels“ wollte aber nicht, dass sein Hotel mit auf unseren Flyer kommt, obwohl ich extra dreimal vorbeigelaufen bin, bis ich endlich mal den Chef erwischte.

Auch der Eisbärenfanshop in der O2 World überlegte es sich mit einmal anders und wollte doch nicht mitmachen, ebenso der Laden für Cowboystiefel in der Oranienstraße.

Dafür lässt uns „Kado“, das Lakritzgeschäft in der Graefestraße, nicht im Stich und ebenso „Brillenschatz“ am Planufer, wo ein freundlicher Türke Vintagebrillen verkauft. Auch im „Lieberfilz“ am Mariannenplatz steht die Inhaberin zu ihrem Wort.

Sehr freundlich war der Inhaber von „Aquarien Meyer“ in der Skalitzer Straße, der seine langen Haare zum Zopf gebunden trug. „Mit ihm könnte ich bestimmt über Musik reden.“ Ging es mir durch den Kopf. Er freute sich über die Werbung und führte mich durch den großen Laden, der eigentlich mehr ein Zoo war.

Vor einem Aquarium blieb er stehen. „Jetzt will ich dir mal was zeigen. Das hier sind Piranhas.“ Er nahm eine Handvoll Möhrenstücke und warf sie ins Aquarium. Sofort stürzten sich die Fische darauf.

„Ich dachte immer, Piranhas sind reine Fleischfresser.“ sagte ich. „Diesem Irrtum unterliegen die Meisten.“ erwiderte er. Aber auf alle Fälle mussten seine Piranhas ein verdammt gutes Gebiss haben, denn Möhren sind hart.

Er wäre bestimmt nicht so freundlich zu mir gewesen, wenn er gewusst hätte, dass eine „Fischmörderin“ neben ihm stand. Auch ich hatte mal ein Aquarium. Leider starben alle Fische, wohl weil ich keine Ahnung von der richtigen Haltung hatte. Ich musste mir eingestehen, dass ich kein Talent dafür hatte, und gab auf.

Einmal suchte ich lange vergeblich nach einer Hausnummer in der Dresdener Straße, bis ich endlich den Durchgang hinter einem Imbiss am Kottbusser Tor entdeckte, den wohl nur die Einheimischen kennen. Ich war sauer, dass die Kreuzberger unter uns mir nicht gesagt hatten, dass die Dresdener Straße geteilt ist.

Das ist dasselbe wie mit der Müggelstraße hier in Friedrichshain, wo ich immer, vom langen Suchen verzweifelt, Leute fragen muss, wo eine bestimmte Hausnummer ist.

Sie kommen nicht darauf, dass der Traveplatz die Müggelstraße in zwei Teile zerschneidet.

Ich weiß gar nicht, was für einen Laden ich in der Dresdener Straße eigentlich suchte. Ich glaube, er bot veganen Kuchen an.

Das Atelierhaus „The Wye“ in ehemaligen Gebäuden der Post in der Skalitzerstraße bot einmal die Woche Aktzeichnen-Kurse mit Whiskyverkostung an.

Das gab zu Neckereien Anlass. „Du hast dich doch gleich vormerken lassen.“ sagte ich zu demjenigen, der die Skalitzer auf seiner Tour hat. Er lachte.

Im Internet entdeckten wir ein Café am Görlitzer Park, das Kuchen verkaufte, der ohne Hitzeeinwirkung hergestellt wurde. Ich weiß gar nicht mehr genau, was der Trick dabei war. Der Kuchen sah auf den Fotos sehr gut aus. Übereinander getürmte Schichten aus Früchten wurden wohl mit Gelatine oder Agar Agar zusammengehalten.

Als ich vorbeiging, war das Café schon wieder Geschichte. „Ist ja klar, wer isst schon Kuchen, der nicht gebacken ist.“ bemerkte ein Kollege.

Wir warteten darauf, dass das „Veganz“, der vegane Supermarkt in der Warschauer Straße, eröffnet, damit wir ihn in unseren Flyer aufnehmen konnten. Aber die Baumaßnahmen zogen sich hin, und es wurde und wurde nicht fertig. Im Obergeschoß sollten noch Schuhe ohne Leder angeboten werden.

„Saidi“, der Bauchtanzladen in der Yorckstraße, wurde merkwürdigerweise von einer Deutschen geführt. Die aufgeschlossene Inhaberin erzählte mir, dass Saidi ein Stocktanz aus Oberägypten ist, der früher nur von Hirten getanzt wurde, aber später haben ihn die Frauen einfach nachgemacht. Sie tanzte mir sogar etwas vor und wedelte mir mit einem Stöcken vor den Augen herum.

In dem Bauchtanzladen kaufen meist nur Deutsche ein, und nicht wie ich dachte, türkische Frauen. „Die orientalischen Bauchtänzerinnen aus Berlin bringen sich ihr Zubehör meist selbst von Heimatbesuchen mit.“ erzählte sie mir.

Junge Frauen aus der Körtestraße tischlerten aus alten Schubladen Möbel. Sie wirkten gar nicht wie Handwerkerinnen, sondern eher wie Akademikerinnen. Auch sie wollten nicht mitmachen.

Warum hatten alle bloß so eine Angst davor, positiv in einem harmlosen Flyer erwähnt zu werden?

In der „Reinecker Vision“ in der Köpenicker Straße, einem Fachgeschäft für Blinde und Sehschwache, sahen sie das viel entspannter. Eine freundliche Verkäuferin führte mir Computer vor, die Menschen beim Sehen helfen. Sie wunderte sich, dass sie eine Einwilligungserklärung unterschreiben soll. „Warum sollte ich denn etwas dagegen haben, wenn jemand Werbung für unser Fachgeschäft macht?“

In der Prinzenstraße konnte man in einen Behälter klettern, der die einzige begehbare Großbildkamera der Welt war, und Ganzkörperfotos von sich machen lassen.

Auch das „Broken English“, in der Körtestraße, machte mit. Es ist oder war ein Laden, wo es direkt aus England importierte Lebensmittel gibt oder gab. Ich habe leider vor kurzem gelesen, dass die Besitzerin aufgegeben hat, weil durch den Brexit ihre Produkte zu teuer wurden. Aber andererseits habe ich auch wieder gelesen, dass sie doch weiter macht. Also was denn nun?

Mittlerweile hab ich erfahren: Das „Broken English“ befindet sich jetzt in der Arndtstraße 29.

Als ich mal an der Speicherstadt an der Stralauer Allee entlanglief, entdeckte ich ein Schild auf dem „Zigarren Herzog“ stand. Ich wurde neugierig, folgte dem Pfeil und fand eine versteckte Raucherlounge mit Blick auf die Spree, die unter anderem auch eine großes Angebot an kubanischen Zigarren hatte. Die Inhaber waren gerne bereit, bei uns mitzumachen.

Ein Oud-Hersteller residierte in einem winzigen Laden in der Graefestraße, nicht viel größer, als dass er sich dort einmal um seine Achse drehen konnte. Als er sah, dass ich neugierig draußen stand, bat er mich rein und erzählte mir einiges über die Geschichte der Oud (orientalische Laute).

Als ich ihm später meinen Text, den ich erstellt hatte, zeigte, war er nicht einverstanden, weil ich irgendwas Fachliches durcheinandergebracht hatte, und er Angst hatte, dass er sich dadurch vor Kollegen blamieren könnte.

Er hatte aber auch zu optimistische Vorstellungen über den Wirkungskreis unseres Flyers.  Aber wir mussten seine Entscheidung berücksichtigen.

Es war komisch, aber wenn wir die Einverständniserklärung bei den Geschäftsinhabern ließen und sie am nächsten Tag abholen wollten, hatten es sich die meisten anders überlegt.

In der Hasenheide fanden wir einen Laden, der sich auf Ukulelen spezialisiert hatte.

In der Fichtestraße, nahe am Fichtebunker, den ich endlich mal kennenlerne, verkauft Anna Sykora handgedrehtes Porzellan. Leider treffen wir nie jemanden an. Dafür weiß ich jetzt, dass man Porzellan aus Pulver macht, das man im Internet bestellen kann.

In der Rotherstraße in der Oberbaumcity fanden wir die einzige Glasmanufaktur von Berlin.

Seit ich „Les macarons“ in der Gärtnerstraße kennengelernt habe, bin ich verrückt nach den süßen Köstlichkeiten. Ich gehe deswegen aber nicht in die Gärtnerstraße, sondern packe sie mir bei Aldi in den Einkaufskorb.

In der Lilienthalstraße befindet sich der kleine polnische Lebensmittelmarkt „Maly Ksiaze“. Der Laden mit angeschlossenem Imbiss ist ein Treff für heimwehkranke Polen in Berlin. Der junge Inhaber freut sich, dass sein Laden mit in den Flyer kommen soll, und gibt mir gerne Auskunft.

In der Schönleinstraße fand ich einen Laden, der „Cheese Mountain“ hieß. Dort saßen zwei junge Künstler, die nur englisch sprachen und alles bemalten, was ihnen in die Hände fiel: Schränke, Zigarrenkisten, Tapeten, Postkarten.

Die Sachen gefielen mir und waren gar nicht so teuer. „Eigentlich könnte ich ja auch mal etwas kaufen. Es geht ja jetzt auf Weihnachten zu, und ich brauche Geschenke.“ dachte ich. Leider wollten die Anderen aus unserer Gruppe nicht, dass das „Cheese Mountain“ in der Schönleinstraße mit auf den Flyer kommt, weil es nicht speziell genug ist.

Da hatte sich doch tatsächlich in so einer gottverlassenen Straße wie dem Markgrafendamm ein Spezialgeschäft für Sake niedergelassen. „Vielleicht sollte ich Sake auch mal probieren?“ geht es mir durch den Kopf. Die Inhaberin rät mir zu. Auch sie sprang merkwürdigerweise auf einmal ab, obwohl sie am Anfang total aufgeschlossen war.

In der Mainzer Straße, übrigens in der Mainzer Straße, die mal die Hochburg der Hausbesetzer war, fand ein Kollege einen Whiskyladen, wo viele Flaschen wohl an die hundert Euro und darüber kosteten. So ändern sich die Zeiten.

Am Mehringdamm wurde ich erst fündig, nachdem ich schon fast den ganzen Damm in Richtung Tempelhof hochgeradelt war.

Die Mädels vom „Other nature“, einem Laden für ökologisches Sexspielzeuge, im Hinterraum gibt es feministische Pornos (beißt sich das denn eigentlich nicht?) sind sehr aufgeschlossen und erklären mir die Funktionsweise der einzelnen Dinge. Es werden auch Seminare angeboten, bei denen man seinen Körper besser kennenlernen kann.

Die Männer in unserer Gruppe weigerten sich, dort mit der Einverständniserklärung vorbeizugehen. Von den Frauen bei uns konnte die Eine nicht laufen und die Andere war katholisch. So musste ich mich mal wieder opfern. Die Mädels unterschrieben sofort.

Im Saxophonshop am Mehringdamm spielt mir der Inhaber ein Solo vor. Er schmunzelt, als ich erzähle, dass das „Other nature“ auch unterschrieben hat.

Ich stand ratlos auf dem Kottbuser Damm und suchte die Hausnummer 28. Ich wusste nicht, dass das „Rice up“, ein japanischer Imbiss, wo es das „Reisdreieck Onigiri“ gibt, das ich übrigens immer noch nicht probiert habe, sich direkt unter mir auf dem U-Bahnhof Schönleinstraße befand. Sie wollten uns ihr Einverständnis per Fax schicken. Ich war skeptisch, aber sie machten es tatsächlich.

Die Yorckbrücken entdeckte ich, als ich den Auftrag bekam, einen Laden in der Yorckstraße zu besuchen, der sich merkwürdigerweise auf Kacheln und Wein spezialisiert hatte.

Ich radelte und radelte, aber kein Weinladen in Sicht. Stattdessen kam eine gewaltige, dunkle, stählerne Masse auf mich zu. Das Ganze entpuppte sich als eine ellenlange tunnelähnliche Straße, der sich unter einem System aus vielen Brücken befand und einfach kein Ende nehmen wollte. Mir wurde unter dem Ungetüm richtig unheimlich. So was hatte ich noch nie gesehen. Langsam schwante mir, dass ich hier falsch war und an „Kacheln und Wein“ schon längst vorgefahren war.

Damals wusste ich noch nicht, dass das die Yorckbrücken waren, ein berühmtes Industriedenkmal, das aus 29 Brücken besteht und zirka 120 Jahre alt ist. Früher waren es sogar 45. So lernt man seine Stadt kennen. Als ich von meinem Brückentrip zurückkam und von meinem Abenteuer erzählte, lachten mich alle aus.

Ich muss wohl einen vertrauenserweckenden Eindruck auf andere machen, denn zum Schluss stellte sich heraus, dass ich die meisten unterschriebenen Einverständniserklärungen eingesammelt hatte.

Heute, im Jahre 2022, fast zehn Jahre danach, wird es viele dieser Geschäfte gar nicht mehr geben, oder sie haben den Standort gewechselt.

Ich bin heute der Chefin eigentlich dankbar dafür, dass sie uns damals so durch die Straßen gescheucht hat.

Fazit: Seitdem kenne ich mich in Kreuzberg aus, und ich lernte auch viele versteckte Ecken von Friedrichshain kennen.

Kurzbiografie Tanja

Ich bin 1962 in einem kleinen Dorf in Mecklenburg Vorpommern geboren worden und mit 19 nach Berlin gekommen. Ich übte viele verschiedene Tätigkeiten aus. Zuletzt war ich als Sekretärin tätig.
Zeitzeugeninterview mit Tanja